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Kreditkartenbetrug im Aufwärtstrend

Kreditkartenbetrug ist kein Kavaliersdelikt.

EC- oder Kreditkarten sind heutzutage beim bargeldlosen Bezahlen in den unterschiedlichsten Bereichen von großer Bedeutung. Es besteht die Möglichkeit sich einfach und bequem am Geldautomaten mit Bargeld zu versorgen oder schnell im Handel Einkäufe zu tätigen. Die Kriminalstatistik verzeichnet für das letzte Jahr 2015 fast 69.000 Betrugsfälle von gesetzwidrig erlangter unbarer Zahlungsmittel. Dabei handelt es sich nicht nur um Fälle von Diebstahl oder Verlust einer EC- bzw. Kreditkarte, sondern auch um gezielte Tricks von Kriminellen, an Zahlungsdaten zu gelangen. Einige gängige Methoden um an Zahlungsdaten zu gelangen sind:

 

Kreditkartenbetrug, Betrug mit bargeldlosen Zahlungsmitteln, © andreaskrone, girokontoantrag.de
Kreditkartenbetrug im Aufwärtstrend

Skimming
Kriminelle manipulierten Geldautomaten indem sie z.B. eine Frontplatte an den Geldautomaten oder einen Aufsatz zum Karteneinschub anbringen. Die Karte läuft dann durch dieses illegale Lesegerät zum bankinternen Kartenleser. Dabei wird der Magnetstreifen der Karte ausgelesen und die Daten gespeichert.

Dem Verbraucher erscheint der Ablauf vertraut. Die Funktion des Geldautomaten wird nicht eingeschränkt. Um an die PIN zu gelangen, bedienen sich die Täter diverser Minikameras im direkten Umfeld oder gleich einer baugleichen Eingabetastatur mit Kamera. Mit den erlangten Daten fertigen die Täter nun Kopien der Karten an.

Mittels diesen können sie dann im außereuropäischen Raum Geld abheben. Eine Geldabholung an deutschen Automaten ist damit nicht möglich, denn hier besteht der EMV-Sicherheitsstandard.

Kreditkartenbetrug – Zentraler Sperrnotruf: 116 116

Phishing
Diese Methode findet ihre Anwendung im Internet. Täter versuchen hier durch gefälschte Emails oder gefälschte Internetseiten an die Zahlungsdaten ihrer Opfer zu kommen. In diesen sogenannten Phishing-Mails soll der Bankkunde z.B. seine Daten oder Passwörter bestätigen oder wird gleich per Link auf eine gefälschte Seite gelenkt. Für den Bankkunden ist es oft schwierig, die gefälschten Seiten sofort zu erkennen. Die Kriminellen haben ihr Vorgehen schon sehr perfektioniert.

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TIPP: Weder Banken noch Händler fragen Ihre persönlichen Daten per Email ab. Nicht reagieren! Zur eigenen Beruhigung empfiehlt sich eine Nachfrage bei der Hausbank.

Schummelsoftware
Eine mit PIN und Chip geschützte Kreditkarte galt bisher als sicher. Aber auch hier sind Kriminelle durch Einsatz einer speziellen Software in der Lage, Kopien einer echten Kreditkarte zu fertigen. Diese Karten werden dann mit den Originaldaten versehen, die vorher u.a. beim Phishing “erbeutet” wurden. Die Methode wird vorwiegend u.a. in den USA, Asien oder Südamerika angewendet. In diesen Staaten werden von den Geldinstituten die kryptografisch gespeicherten Transaktionsdaten meist unzureichend geprüft.

Sicherheitshinweise:

  • PIN immer getrennt von der Karte aufbewahren!
  • Nie die PIN als Türöffner eingeben!
  • Keine Geldautomaten nutzen, die abseits stehen oder verdächtig erscheinen!
  • Sicherheitsabstand zu anderen Personen halten!
  • Tastaturfeld bei PIN-Eingabe verdecken!
  • Kontoauszüge regelmäßig kontrollieren!
  • Bei Verdacht auf Kreditkartenbetrug, Bank informieren und Anzeige bei der Polizei erstatten!
  • An Geldautomaten im Ausland besondere Vorsicht walten lassen!

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