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Deckelung des Dispo-Zins ist Empfehlung

Deckelung des Dispo-Zins ist empfehlenswert, © elnariz, girokontoantrag.de
Deckelung des Dispo-Zins ist Empfehlung

Die meisten Girokontenbesitzer sind schon einmal in die Verlegenheit gekommen, den eingeräumten Dispositionskredit in Anspruch zu nehmen, der ihnen durch das Kreditinstitut bei ihrem Girokonto eingeräumt wurde. Erschrocken sind die meisten dann, wenn sie auf dem Kontoauszug den Dispo-Zins für die Überziehung sehen. Der Unterschied zur Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank ist dabei gigantisch. Viele Kontoinhaber fühlen sich von den Banken abgezockt, die noch mit Dispozinsen von teilweise über 13% ihre Bilanzen aufbessern und sich die Taschen vollstopfen. Eine Deckelung des Dispo-Zins ist auf der politischen Bühne Deutschlands sowie bei den Verbraucherschützern immer wieder ein Gesprächsthema.

 

Dispo-Zins: Transparenzregeln meist noch nicht ausreichend!


Was würde eine Deckelung für den Verbraucher bedeuten?

Verbraucherschützer wollen das Bankkunden nicht mehr der Willkür der Kreditinstitute bei der Festsetzung der Dispozinsen ausgesetzt werden. Durch einen geregelten und nachvollziehbaren Zinssatz würde hier mehr Transparenz herrschen. Der Wettbewerb würde auf ein gleiches Ausgangsniveau gehoben und weiterhin dadurch stattfinden, das Banken die Möglichkeit haben, die gesetzlich vorgegebene Zinshöhe nicht voll auszureizen

Berechnung des Dispo-Zins:
In den Zeiten einer geführten Niedrigzinspolitik, die von der Europäische Zentralbank (EZB) geregelt wird, ist das Geld für Bankhäuser preiswert wie sonst nie. Das vorrangige Ziel der Banken ist es dann die Kreditwirtschaft in Bewegung zu halten. Schließlich wollen sie nicht in die Verlegenheit geraten, bei der Notenbank für eingelagertes Geld Strafzinsen zu zahlen. Ein Referenzwert, um die Höhe Dispo-Zins des einzuschätzen, ist der Leitzins der EZB oder auch der 3-Monats-Euribor. Mit den gesetzlichen Änderungen ab März 2016 (Wohnimmobilienkreditrichtlinie) wurden auch neue Transparenzregeln für die Kreditinstitute, in Bezug auf die Angabe des Dispo-Zins eingeführt. So muss dieser z.B. auch auf der Internetseite klar angegeben werden. Die gebräuchliche Höhe des zu zahlenden Dispo-Zins für einen Dispokredit liegt bei meist noch guten 10 Prozent. Manche Bankhäuser verlangen mitunter über 13 Prozent. Die Berechnung der Dispozinsen bei der Nutzung des Dispositionskredits erfolgt für den Verbraucher täglich. Einige Banken legen den Zinssatz auch individuell nach der Bonität des Kunden fest. Für die meisten Kreditinstitute, die massiv an den Niedrigzinsen im Zinsgeschäft leiden, würde eine Deckelung einen weiteren Einbruch in ihrer Ertragssituation bedeuten.

Ein Vergleich der Angebote ist immer lohnend: Girokonto-Vergleich


Entscheidende Kostenfaktoren bei einem Girokonto:

  • Achten Sie auf die unterschiedlichen Kontomodelle und vergleichen Sie diese genau! Bei einem Premiumkonto kann mitunter der Dispo-Zins niedrig sein, dafür die Kontoführungsgebühr sehr hoch.
  • Lassen Sie sich das Preisverzeichnis und die Zinsanpassungsklausel erklären. Im Preisverzeichnis sind auch die Kosten für eine Kreditkarte, für die Bargeldabholung oder für beleghafte Überweisungen interessant.

Fazit: Für einen Kunden, der im Notfall seinen Dispokredit nutzt, würde sich eine Deckelung der Dispozinsen im Portemonnaie spürbar auswirken. Das wäre dann auch ein entscheidendes Argument, sich für einen noch günstigeren Wettbewerber zu entscheiden oder noch zu bleiben, weil der Zinssatz nicht höher werden kann als bis zum Erreichen einer gesetzlich fixierten Höchstgrenze. Voraussetzung dafür sind aber auch ein gut informierter Kunde und ein transparentes Verhalten der Bank. Schön, dass wir einmal darüber geredet haben…


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